Interview with Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) , in German

Überlebt Volkswagen?

Es wird eng für VW. Seitdem der Abgas-Skandal publiziert wurde, wollen viele den Konzern finanziell bluten sehen. Milliardenklagen, Milliardenstrafen, Milliardenkosten – gigantische Summen.
Volkswagen ist reich, aber Forderungen dieser Größenordnung sind in der Geschichte einzigartig. Wenige Tage nach den ersten Meldungen von manipulierten Abgaswerten sprach der neue VW-Aufsichtsratsvorsitzende Pötsch von einer „existenzbedrohenden Krise“.

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Lunch with Dr. Theo Weigel

On the first of October, Professor Michael Czinkota hosted a private lunch with Dr. Theo Weigel at the McDonough School of Business, in collaboration with the Washington D.C. office of the Hanns-Seidel Foundation. Dr. Weigel served as the German Minister of Finance from 1989 to 1998, in the Cabinet of Chancellor Helmut Kohl. He was instrumental in the creation of the European monetary union, and the common currency. He was accompanied by a team of delegates that included his wife, Irene Epple-Weigel, the former alpine skier and Olympic medalist, and their son, Konstantin, a law student in Munich. Also part of the delegation was Richard Teltschik, the Director of the Hanns-Seidel Foundation in Washington. Georgetown University was represented also by Professors Thomas Cooke, Ricardo Ernst, Charles Skuba, David Walker, and Lee Pinkowitz. Also in attendance were three students – one from the McDonough School of Business, and two Masters candidates from the Walsh School of Foreign Service. Additional visitors came from the Hanns-Seidel Foundation and the German Embassy.

The lunch was inaugurated by Professor Czinkota, who gave a welcome address that included an introduction of Dr. Weigel’s many accomplishments. Following this, Dr. Weigel addressed the attendees of the lunch. He discussed his experiences with the creation and establishment of the Euro, relating both facts and anecdotes. One such story was of how the common currency came to be known as the “Euro,” rather than the other alternatives under consideration at the time, such as the Frank, Mark or ECU. He vehemently denied the common perception that the Euro was Germany’s reward of others for support of reunification, asserting that the two momentous events were planned and executed separately. Dr. Weigel talked about the fall of the Berlin Wall and the reunification of West and East Germany, at what was the eve of the 25th anniversary of the reunification. Yet it was not only German history that was discussed at the lunch, but also contemporary German politics and European current affairs. The issue of the refugee crisis in Europe was explored by Dr. Weigel as well as the other participants. Dr. Weigel believes that Germany can absorb the current volume of incoming refugees, approximately 800,000, for one year (possibly two). This will help the German economy, which is currently facing a demographic shortage of working-age and job-seeking citizens. Any absorption of refugees beyond this number, however, would end up harming the German economy.

For more than an hour, issues such as U.S.-Germany relations, collaborations and perceptions by the youth of the two countries, and Germany’s leadership role in the world were addressed in the question and answer session following Dr. Weigel’s speech.

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Internationales Marketing: Eine Herausforderung für Süd-Ost Europa

Prof. Dr. Michael Czinkota, Georgetown University

Prof. Dr. Valbona Zeneli, Marshall Center

Das anfänglich hohe Tempo der Globalisierung in den letzten zwei Jahrzehnten und die damit verbundenen hohen Auslandsinvestitionen wurde jedoch durch die Krisen und Rezessionen der letzten fuenf Jahre deutlich verlangsamt. Eine der wichtigen Erkenntnis in diesem Zusammenhang war, dass die zunehmende Zurückhaltung im gegenseitigen Handel und bei den Investitionen, nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine Krise des gegenseitigen Vertrauens zwischen Handelspartnern war. Unter dem Deckmantel vermeintlicher Industriepolitik bauten zunehmend mehr Länder Handelsbeschränkungen und verdeckte Anforderungen gegenüber dem Handel und ausländischem Kapital auf. Dies führte sowohl direkt, als auch indirekt zu einer Poliutik des Staatseingriffes in die Globalisierung und, in der Konsequenz, zu einem Anstieg von Protektionismus.

Begleitend dazu wurden Entscheidungsträger, NGOs, Geschäftsleute und Konsumenten im zunehmenden Masse wählerischer in der Auswahl ihrer Handels-und Geschäftspartner. Ob in der Zulieferungskette oder in der Werbung, Fragen der Herkunft und der Zielsetzung des ausländischen Kapitals traten stärker in den Vordergrund. Es ist lehrreich festzuzustellen, dass vor zwei Jahrzehnten diese Art von Marktveränderungen von niemanden vorhergesehen wurden, insbesondere nicht von Akademikern und Wissenschaftlern. Wie wir wissen, wiederholen sich manche Situationen der Geschichte. Auch heute befinden wir uns in einer vergleichbaren Situation wie vor 20 Jahren: Nach einer Vielzahl von Krisen Anfangs dieses Jahrhunderts und des Aufbaus neuer Rahmenbedingungen für die Industrie, sehen wir jetzt die Entwicklung einer neuen, fortschrittliche Ausprägung des Marketings deren zentrales Anliegen ein allgemeines, internationales und wirtschaftliches Gleichgewicht zwischen Handelspartnern ist. Ein wichtiger Aspekt hierzu, besteht in der Wiederherstellung eines laengerfristigen Vertrauens zwischen den Handelspartnern.

Die neue Generation an Marketingverantwortlichen sollte aus der Vergangenheit gelernt haben, dass es nicht nur notwendig ist, sich um die klassische Marktentwicklung zu kümmern, sondern zusätzlich auch um das Wohl aller Marktteilnehmer. Diese Erkenntnis gilt weltweit, sowohl für die bestehenden, als auch für neue Märkte. Ist es das Bestreben, langfristig im internationalen Warenaustausch tätig zu sein, so ist es notwendig geworden, nicht nur Waren zu liefern oder zu beziehen, sondern auch wirtschaftlich zusammen zuarbeiten und in dieser Zusammenarbeit Ungleichgewichte zwischen den Handelspartnern zu vermeiden.

Internationales Marketing und Südosteuropa

Südosteuropa ist gekennzeichnet durch relativ kleine Staaten, in denen Marketing im Wesentlichen für den lokalen Markt betrieben und als ein Spezialthema, beschränkt auf die verantwortlichen Entscheider, empfunden wird. Im Allgemeinen wird es nicht als ein wichtiger Bestandteil der Industriepolitik betrachtet.

Gerade aus diesem Grund sind wir der Ansicht, dass Firmen und Regierungen auch in diesem Punkt über die tradierten Grenzen hinaus denken, neue Wege beschreiten und mit neuen Möglichkeiten experimentieren sollten, um sich neu im internationalen Handel zu bewegen. Im Gegensatz zur verbreitenden Ansicht, sollte internationales Marketing als wichtige 13 Zielsetzung für Regierungen, für die Unternehmen des Landes und für jeden Mitbürger betrachtet werden.

Auf der anderen Seite der Handelspartnerschaft, haben die Beauftragten für internationales Marketing in den großen Firmen bisher wenig Interesse an den kleinen Ländern gezeigt.

Südosteuropa steht in den Augen vieler dieser Entscheidungsträger stellvertretend für eine lange Geschichte von Kriegen, Konflikten, fehlendem Vertrauen zwischen den Nachbarn und auch für organisiertes Verbrechen und Korruption. Obwohl Südosteuropa günstige Chancen für eine strategische Positionierung bietet: natürliche Ressourcen, günstige Arbeitskräfte, eine junge Bevölkerung um nur einiges zu nennen, ist es dennoch schwierig für diese Länder direkte Investitionen (FDI) in ihre Region zu bewegen.

Die wirtschaftlichen Krisen der letzten Zeit haben zumindest verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Regierungen angemessene Rahmenbedingungen fuer Handel und Investition  zu setzen. Wenn die Regierungen von Südosteuropa internationales Marketing zu einer ihrer Hauptanliegen machen, haben sie nun die Möglichkeit die Chancen, die sich durch die Krisen bieten, zu nutzen.

Freiheit

In den ehemaligen sozialistische Länder von Südosteuropa ist das Gefühl von Freiheit besonders wichtig. Internationales Marketing kann hierzu viel beitragen, denn es ist durch den Geist der Freiheit gekennzeichnet. Es hilft die Grenzen zwischen fremden Ländern zu überwinden und den einzelnen Bürgern der Länder zusätzliche Wahlfreiheit zwischen Produkten zu bieten. Marketing eröffnet hier ein großes Spektrum an Möglichkeiten. Nach der Einfuehrung einer neuen Marktorientierung, bemühten sich alle Länder von Südosteuropa den freien Handel zu fördern, die Wirtschaft zu liberalisieren und Mitglied in der WTO zu werden.

Und dennoch blieben für sie bis heute die Spielregeln der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit und die sich daraus ergebenden Abhängigkeiten, eine Herausforderung.

Chancen und Zufriedenheit

Internationales Marketing ist gerade für kleine Länder mit beschränkten Ressourcen eine gute Möglichkeit eine nationale Wirtschaftskraft aufzubauen und internationale wirtschaftliche Bedeutung zu erlangen. Internationales Marketing stellt für diese Länder eine Schlüsselkompetenz dar zum Vorteil der Wirtschaft und des Einzelnen. Die Staaten in Südosteuropa sind in der Regel klein und unerfahren im internationalen Wettbewerb. Ihnen fehlen die finanziellen und technischen Ressourcen, das Know-How und die entsprechenden Produkte. Dennoch, nur wenn die Firmen dieser Staaten sich am internationalen Markt betätigen, wird es ihnen gelingen, sich die noch immer fehlenden, aber zum Erfolg entscheidenden Kenntnisse an zu eigenen.

Dabei ist der Versuch seine eigenen Interessen international einzubringen nicht allzu schwierig: in einer Organisation wie der WTO, in der Entscheidungen nach dem Prinzip: ein Land eine Stimme getroffen werden, finden sich auch kleine Länder als gleichberechtigt Ansprechpartner.

Wohlstand und Innovation

Internationales Marketing fördert Spitzenleistung. Es traegt zur Schaffung von mehr Qualität und höherem Lebensstandard bei. Viele Länder haben in den letzten zwei Jahrzehnten, aufgrund ihres internationalen Marketings, in beeindruckender Weise ihren Lebensstandard und ihren Wohlstand gemehrt. Durch die marktgefoerderte Bereitstellung von Resourcen erhaelt der Kunde mehr Auswahl, groessere Effizienz und zunehmende Verbesserungsmoeglichkeiten. Aus diesem Grund ollte es das erste Ziel einer Wirtschaftsförderung sein, in strategischen Gebieten ein freundliches Klima mit minimaler Korruption für ausländische Investoren an zu bieten. Wenn Investoren erwägen einen neuen Markt zu erschließen, ziehen sie vor allem die Qualität und die Zuverlässigkeit der Institutionen des Landes in Ihre Entscheidung mit ein.

Kulturelle Aspekte

Internationales Marketing hilft uns unsere Mitmenschen besser zu verstehen. Mit solchem erhoehten Verstaendnis, wird es auch leichter mit den kulturellen Unterschieden umzugehen, uns anzupassen und so erfolgreich die sich daraus ergebende vergrößerte Sichtweise zu nutzen. In den Südosteuropäischen Ländern ist es besonders wichtig, die kulturellen Unterschiede der Länder der Balkan Region miteinzubeziehen und die persoenliche Handlungsweise auch die problematischen, historischen Hintergründe reflektieren zu lassen. Märkte an sich sind eine Art von Demokratie – (DEMOS)- indem sie den Willen der Kunden ausdruecken. Firmeninterne Netzwerke und multinationale Unternehmen schaffen sich selbst einen an Effizienz orientierten Rahmen. Zu den indirekten positiven Effekten der ausländischen Investitionen im Zielmarkt zählen auch das Verhalten der Organisation und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Um die Vorteile eines internationalen Marketings nutzen zu können sind politische Stabilität und wirtschaftliche Reformen unabdingbar.

Südosteuropas Zukunft

Wenn die Länder Südosteuropas beabsichtigen internationales Marketing zu ihrem Vorteil einzusetzen, werden sie sich bezüglich der 4 kritischen Grundwerte: Wettbewerb, Risiko, Gewinn und Eigentum äußern müssen. Deren konsistente Anwendung und Verinnerlichung auch im globalen Rahmen, führen letztendlich zum Erfolg. Die heutigen unterschiedlich ausgeprägten Gesellschaftsformen teilen keine uniforme Ansicht, wie diese Grundwerte konkret auf den internationalen Märkten auszugestalten sind.

Die westliche Wirtschaftswissenschaften von heute erkennt die Fragwürdigkeit ihres historischen Erfolges durchaus an. Das Verschwinden alternativer theoretischer Ansätze bedeutet nicht automatisch, dass jeder die gleichen Grundwerte teilt. Heute gibt es Abneigung, Neid und sogar unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich der Verwendung freien Ressourcen, die alle begleitet werden durch mangelnde Bereitschaft mitzuwirken.

Aus diesem Grund ist es nicht nur Altruismus, sondern auch Eigennutz, welcher die reichen Länder dazu veranlasst, die weniger wohlhabenden Länder dabei zu unterstützen internationales Marketing zu praktizieren. Da aber spielt jeder Tag eine wichtige Rolle.

Konjunktur: US-Wirtschaft so stark wie zuletzt 2011

Washington – Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal so stark gewachsen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft legte im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 4,1 Prozent zu, teilte das Handelsministerium in einer dritten Schätzung mit. Experten hatten nicht mit einem so deutlichen Zugewinn gerechnet. Noch Anfang Dezember war lediglich mit 3,6 Prozent für den Zeitraum zwischen Juli und September kalkuliert worden.

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres hatte die Wachstumsrate bei lediglich 2,5 Prozent gelegen. Eine erste Schätzung für das dritte Quartal hatte 2,8 Prozent BIP-Anstieg ergeben.

Als Gründe für den stärkeren Anstieg zählt das Ministerium den steigenden privaten Konsum, mehr Investitionen und ein Anziehen staatlicher Ausgaben auf. Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs damit mehr als dreimal so schnell wie die des europäischen Primus, Deutschland.

Spiegel

 

Auch für das Jahresende und den Start ins neue Jahr sehe es nicht schlecht aus, sagte Ökonom Ryan Sweet von Moody’s Analytics, einer Tochter der Rating-Agentur. So fuhr die Industrie ihre Produktion zuletzt so stark nach oben wie seit einem Jahr nicht mehr, während der Einzelhandel zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts steigende Umsätze meldete.

Die positive Entwicklung dürfte auch die Zentralbank in ihrer Strategie bestärken. Erst am Mittwoch hatte die Fed nach langem Zögern einen Kurswechsel deutlich gemacht und ein Ende der Niedrigzinspolitik eingeleitet. Mit Blick auf die Konjunkturaussichten kündigte die Notenbank an, den Ankauf von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren ab Januar von 85 auf 75 Milliarden Dollar monatlich zu drosseln.

Ben Bernanke signalisierte, Ende 2014 könnten die Käufe ganz versiegen. Neben der anziehenden Konjunktur hatte sich der scheidende Fed-Chef auch wegen der langsam sinkenden Arbeitslosigkeit zur Lockerung entschlossen. Die Arbeitslosenrate in den USA beträgt derzeit sieben Prozent, so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr.