HAPPY NEW YEAR ! EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR !

This posting is for our German speaking friends and visitors. We present insights and forecasts on shifts and developments in Germany, written by brothers Thomas and Michael Czinkota. The forecasts are based on research and cultural insights. The focus rests on economic shifts and transformations based on the example of the city of Ingolstadt, Germany, where both brothers grew up, and which Audi has propelled to new financial heights. But where will it all lead? 

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Die Nächste Wandlung: Ingolstadt Quo Vadis?

Thomas M. Czinkota und Michael R. Czinkota

Ich sitze ‚vor dem 12 Uhr läuten‘ auf dem Ingolstädter Viktualienmarkt bei meinen Weißwürsten mit süßem Senf und einem Weißbier in der Hand. Den Vormittag habe ich im Stadtmuseum verbracht. Vor 40 Jahren bin ich nach Washington D.C. ausgewandert, genieße allerdings noch immer den gelegentlichen Besuch in Ingolstadt.
So wie es hier in Bayern noch immer Sitte ist, beugt sich mein Tischnachbar zu mir ‚Fremden‘, zum philosophischen Austausch: autonome Autos, Dieselskandal, Haushaltsperre, Fahrverbote, Naturschutz und Ingolstadt die Autostadt. Wenn schon der Cem Özdemir davon spricht, dass aus Ingolstadt ein zweites trostloses Detroit wird. Wo wird das alles enden?
Mein Nachbar und ich sind uns schnell einig darüber, dass die anstehenden Veränderungen erheblich sein. Zugegeben, dies kann einen ängstigen. Manche lieben die Angst, andere lieben es Angst zu machen. Aber was die Amerikaner mit dem bayerischen Wesen verbindet, ist der kraftvolle und mutige Blick nach vorn. Damit ist es uns gegeben in eine Zukunft blicken die nicht nur Schlechtes, sondern auch gute Dinge für uns vorhält. Denn seit Generationen wissen die Bayern, dass dort wo ein
‚Zuagroaster‘ in Bayern die Grenzen seines Horizonts erkennt, dies in Wirklichkeit nur die Berge sind, die uns immer neue, einzigartige Perspektiven offenbaren. Auch stehen dort viele schöne Kapellen in denen der Pfarrer seit langem regelmäßig predigt: „Fürchtet Euch nicht!“.
Wie sieht es aus mit unserer Gesellschaft, wenn das autonome Auto kommt?
Während wir in Deutschland noch diskutieren welche moralischen Prinzipien ein Auto erfüllen muss, erhalten in California derzeit die ersten autonomen Fahrzeuge eine Straßenzulassung unter speziellen Rahmenbedingung: Die Firmen müssen das Funktionsrisiko tragen. Dies ist ein sinnvoller Ansatz der nicht das Risiko auf den Verbraucher abwälzt, wie es derzeit beim Dieselskandal versucht wird, sondern welcher von Anfang an die verantwortlichen Firmen in die Pflicht nimmt.
Firmen wie Google oder Apple sind bereit diese Pflicht auf sich zu nehmen. Mit mehreren hunderten Mrd. Dollar verfügbaren Vermögens sind sie auch finanziell dazu in der Lage. Sie haben so viel Geld, dass jede dieser Firmen allein im Stande wäre, das Apollo-Programm, welches einst eine Anstrengung für eine ganze Nation darstellte, mehrfach zu finanzieren – auch nach heutigen Beträgen.
Das Apollo-Programm setze einst den fantastischen, ja damals narrischen Plan um, einen Menschen auf den Mond zu bringen. Es war eine kraftvolle Entscheidung und zugleich eine Inspiration für Menschen und Industriezweige. Satellitentechnik, Materialtechnik, Netzwerktechnik, Datenfernübertragung u.v.m. erhielten einen Innovationschub der bis heute trägt.
Die auf den ersten Impuls, ebenso narrische Idee eines autonomen Autos, halte ich für vergleichbar mit der Landung auf dem Mond. Aber im Gegensatz dazu ist diese Idee nicht nur eine technische Herausforderung, sondern sie wird unser Leben auch gesellschaftlich stärker beeinflussen als wir es uns aktuell ausmalen können.
Hier nur einige Ausblicke: Plant man in Zukunft eine Fahrt von Zuhause in die Stadt, so ruft man per App ein Auto, welches wenige Minuten später leise vorfährt. Ein Auto zu besitzen wird kein Statussymbol mehr sein, sondern einfach ein ‚Shared Service on Demand‘. Anstelle von Autorennen, Parkplatzsuche, Stauerlebnissen oder Ambiente für junge Liebespaare, werden Autos lediglich eine

der Transportdienstleistung sein, vergleichbar mit einem Taxidienst. Benötigt man ein Auto für die ganze Familie, fährt ein großes, geräumiges Auto vor. Benötigt man ein Auto für nur für sich, so kommt ein kleines. Ein eigenes Auto wird sehr teuer, kompliziert und vor allem nimmt es Lebensqualität. Es wird zum exzentrischen Hobby, vergleichbar mit einem eigenen Turnierpferd.
Um ein autonomes Auto zu nutzen, muss man kein bestimmtes Alter besitzen, keine teuren Fahrprüfungen ablegen, nicht rückwärts Einparken lernen, keine regelmäßigen Gesundheitschecks absolvieren, nicht einmal nüchtern sein. Man bedient einfach eine App und steigt ein. So können Senioren noch lange zum Stadttheater fahren oder Wochenendausflüge ins Altmühltal machen.
Kinder kommen problemlos zur Oma und zum Auswärtsspiel des Fußballvereines, auch ohne Mamas Taxidienst. Volks- und Schützenfeste können ausgiebig gefeiert werden, ohne Angst vor der Polizeikontrolle auf der Heimfahrt. Auch Jugendliche kommen nach der Disco sicher nach Hause – die Eltern können ruhig schlafen. Mit Autonomie braucht man das eigene Auto nie!
Der veränderte Umgang mit dem Auto wird sich auch auf die Immobilienpreise auswirken. Das Wohnen in der Innenstadt ist attraktiv aber bisher sehr teuer. Der Grund dafür, sind die kurzen Wege und die zur Verfügung stehende Infrastruktur. Mit dem autonomen Auto können nun ganze Familien der Wohnungsnot in der Innenstadt entfliehen. Angebote und Notwendigkeiten in der Stadt können ohne Zeiteinbuße und Probleme wahrgenommen werden. Zum Arzttermin erscheint man pünktlich, ohne großartige Parkplatzsuche oder Verkehrsstau. Der Einzelhandel verschickt seine Waren in die stadtnahe Umgebung. Vereinfachte Proximität macht das Leben auf dem Land nicht mehr unattraktiver als das Leben in der Stadt.
Auch das Bild unserer Innenstadt wird sich verändern. Die Straße an der Schloßlände kann zugunsten der Uferpromenade verschmälert werden. Niemand benötigt mehr den Straßenschilder- und Ampelwald. An deren Stelle stehen nun echte Bäume. Da gibt es auch keine Parkplätze mehr, lediglich Haltebuchten. Endlich freie Sicht vom Viktualienmarkt auf die flanierenden Menschen an der Donau.
Wenn Google und Apple die autonomen Autos selbst versichern, die notwendige Software schreiben, die Rechenzentren dazu betreiben, die von den Städten zuvor privatisierte Infrastruktur aufkaufen und die Autos bauen, wird für Audi und seine Mitarbeiter nicht mehr so viel Bedarf sein.
Wahrscheinlich wird Google sich Audi einfach kaufen, so wie Apple Mercedes. Das Konglomerat Automobilindustrie wird zerschlagen werden. Die Politik wird hilflos danebenstehen, denn sie wird abhängig sein von Google und Apple als Arbeitgeber, Steuerzahler, Infrastrukturentwickler und Innovator.
Aber die Politik und vor allem unsere Politiker sind, entgegen des veröffentlichten Eindrucks, weder dumm noch uninformiert. Momentan setzt man noch auf den Status Quo. Um diese Entwicklung zu verhindern sind bereits enorme Summen an Geld in die existierende Forschung, Entwicklung und Umsetzung investiert worden.
Man sagt, Information sei der Rohstoff der Zukunft. übersehen wird hierbei, dass der neue Rohstoff hauptsächlich aus Strom gemacht ist. Ohne Strom funktioniert keine Festplatte, kein Rechenzentrum, kein autonomes Auto. Strom ist die unverzichtbare Basistechnologie. Und hier ist die deutsche Ingenieurleistung weltweit führend!
Eine erfolgreiche Energiewende sorgt dafür, dass Stromerzeugung, -speicherung, -verteilung, – skalierung und -management einen Know-How Gipfel akkumuliert. Ein flankierender Entwicklungsstrang sind die Elite-Universitäten in Ingolstadt und München. Ingolstadt ist mit seiner technischen Hochschule hervorragend aufgestellt und kann zum Gründungscluster für junge innovative Talente werden. Dies schafft tausende von Arbeitsplätzen für Facharbeiter und

Hochqualifizierte in unserem Land. Unser bayerisches Bildungssystem, das beste von ganz Deutschland, kann diese Talente liefern. Bayern musste PISA noch nie fürchten! So entstehen Erfahrungen, die in der ganzen Welt, vielleicht sogar, zur Etablierung einer bayerisch dominierten Technologie-Plattform, umsonst verteilt werden.
Ein Ansatzpunkt dazu, können zum Beispiel unsere Studenten von der Technischen Universität München sein, die sich erfolgreich an dem Wettbewerb von Herrn Musk für den ‚Hyperloop‘ in den USA beteiligt haben. Wir müssen nur aufpassen, dass wir am Ende dem Herrn Musk nicht ‚seinen‘ Hyperloop nach ‚seinen‘ Regeln bauen und uns darüber noch freuen. Oder wie Edmund Stoiber sagte: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“. Es muss höhere Preisgelder für die Wettbewerbe in Bayern geben, die Politik muss noch mutigere Initiativen anbieten. Wir müssen dafür sorgen, dass sich, wie unter Franz Josef Strauß, die Welt wieder hier in Bayern bein Weißwurstessen trifft. Das Know-How oder, wie der Bayer sagt: der Genius Loci ist hier.
„Ich sehe die Sache so“, sage ich zu meinem Tischnachbarn, „im Stadtmuseum kann man sehen, wie sich über die Jahrhunderte Ingolstadt stets neu erfunden hat. Ingolstadt war schon einmal Universitätsstadt, dann Festungsstadt und Autostadt. Wer hätte vor 100 Jahren auch nur annähernd vorstellen können, wie es heute in Ingolstadt aussieht. Ingolstadt und Bayern wandeln sich vom strategischen Verkehrsknotenpunkt hin zum strategischen Technologieknotenpunkt in der Mitte von Bayern. Wir besitzen die Voraussetzungen, die Leute, das Können und das Wissen, wir müssen uns nicht fürchten.“
Oder wie einst unser erster bayerische König Lothar sagte: „Omnia mutantur, nos et mutamur in illis“.
– Zum Wohlsein –

Thomas Czinkota ist der Geschäftsführer von ‚DASFolio‘ in Frankfurt. Seine Beiträge sind auf den Gebieten der IT und Digitalisierung zu finden.

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Michael Czinkota ist Professor an der Georgetown University in Washington D.C. und der University of Kent in Canterbury, England. Er war Unterstaatssekretär für Außenhandel in den Regierungen Reagan und Bush.

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Michael Czinkota teaches international business and trade at Georgetown University’s McDonough School of Business and the University of Kent. His key (with Ilkka Ronkainen) book is “International Marketing” (10th ed., CENGAGE).

Global Business: Trade, Broken Down

In business, trade is a big word. Not in the sense of how you spell it, but rather how we use it, as there are many compartments to trading with different countries. From exports, to labor, to production and prices, trade isn’t just the exchanging of goods. Lets break it down and use the example of clothing.

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From Rome to Geneva: On the Significance of Trade

romeWhat gave Rome it’s preeminent power in the ancient world? No doubt its legionnaires were feared from Iberia to Galcantray. To fund military might the descendants of Romulus engaged in prolific international trade. Today, as globalization and international trade spark heated debates in capitals around the world, it is important to remember the long history of trade. From the Chinese to the Phoenicians, the Spaniards and the Dutch, the mighty British empire and the American industrial powerhouse, trade has been at the center of every great power in history. Great powers can either take that which they need by force, or buy it away. To most, trade is clearly preferable.

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Marketing innovation: A consequence of competitiveness | Journal of Business Research | Part 3: Research Methodology

 

Professor Suraksha Gupta, University of Kent

Professor Naresh K Malhotra, Georgia Institute of Technology

Professor Michael Czinkota, Georgetown University

Professor Pantea Foroudi, Middlesex University

ISSN 0148-2963

This study addresses this question in four phases. The first phase underpins the arguments about competitiveness and marketing innovation with the current academic knowledge about theory of competitive advantage and resource-advantage theory. The second phase explores the concept and assumptions using expert insights. During the third phase, this study conducts a field survey to collect data from resellers of international brands and use structure equation modelling (SEM) and fuzzyset qualitative comparative analysis (fsQCA) (Ragin, 2006 and 2008). fsQCA has received increased attention as it gives an opportunity to the researchers to gain a deeper and richer perspective on the data, particularly when applied together with complexity theory (Leischnig and Kasper-Brauer, 2015; Mikalef, Pateli, Batenburg and Wetering, 2015; Ordanini et al., 2013; Woodside, 2014; Wu et al., 2014). The fourth phase leads to interpret the results in order to make recommendations and consider future avenues for the research. This research contributes to the literature on business-to-business and international marketing. Finally, the study advances the current understanding about the interdependence of brand and reseller firms for developing their competitiveness and adopting innovative approaches to marketing.

Marketing innovation: A consequence of competitiveness | Journal of Business Research | Part 1: Context

Professor Suraksha Gupta, University of Kent

Professor Naresh K Malhotra, Georgia Institute of Technology

Professor Michael Czinkota, Georgetown University

Professor Pantea Foroudi, Middlesex University

ISSN 0148-2963

    Various studies recommend that managers aiming to venture into the challenging field of internationalisation should create a competitive edge that helps them to demonstrate the superior abilities of their firm (Porter, 2011; Samli et al., 1994; Barney et al. 2011). But, fear of the unknown deters managers from stepping out of their home country and benefiting from internationalisation because growth markets tend to be very complex as they foster competition (Knight, 1995; Thai and Chong, 2013). A business-to-business model of distribution allows managers of international firms to successfully deal with entry barriers and enter smoothly into a foreign market and effectively address the complexity of a place that offers high potential of growth to their businesses (Yan, 2012).

    A distributor simultaneously facilitates the entry of multiple firms with competing products into the market and engages micro level small and medium firms in the local market for selling (Chen, 2003). Since distributors offer multiple similar and competing products to resellers, markets being served through resellers become very competitive for international brands. Competition in a market encourages competing firms to demonstrate their ability to innovatively serve customers (Freeman et al., 2006). Lack of in-depth native knowledge in such markets is a major shortcoming for firms aiming to internationalise because it decreases their capability to innovate their marketing related business practices by predicting the business environment and trends in the consumption patterns of the foreign market (Bell, 1995; Johanson and Vahlne, 2009). Distributors and resellers have an important role to play in the successful penetration of a foreign market so how an international firm develops its capability to   market its products through reseller networks needs to be understood.

    The resource advantage theory recognizes the creation of a competitive edge as a function of marketing and identifies the role of branding in creating the capability of a firm to demonstrate its superior abilities (Hunt and Morgan, 1995; Hunt and Morgan, 1996; Srivastava et al., 2001). Simultaneously, the industrial practices of industrial brands particularly in the IT and telecom sector indicates that the managers of strong brands can compete in foreign markets based on their brand leadership and brand relationships in the local market. It has also been noticed and reported in the literature of local firms by studies like Gupta and Malhotra (2013) that a brand that contributes to the competitiveness of the reseller is able to compete at the local level using innovative marketing initiatives. These observations of various researchers indicate that the relationship between an international brand and its resellers in foreign markets becomes very important for brands in a market that poses strong competition (Anderson and Weitz, 1992).