Warum ich trotz digitalem Wandels Latein und Griechisch lerne

Here I make available the latest academic statement of my niece, Sarah Czinkota. It is written in German, but translations are welcome. Sarah lives in Bad Soden, Germany, and spent last year at high school  in Hampton, Virginia. Her key objective is to prepare herself for a career as candidate of the Free Democratic Party (FDP) of Germany for the European Parliament.
Right now Sarah’s studies concentrate on ancient Greek and Latin. She is often asked why she spends time on all this old stuff. Here is her answer. If you like it and are impressed, please consider that Sarah is very interested to come back to the US for a summer internship. You can contact her at Info@czinkota.de

By Sarah L. Czinkota


Wie ein Wirbelsturm weht der digitale Wandel durch das Land! Kaum eine Messe ohne Hackathon, MINT orientierte Schulen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Laut Manager-Magazin schickt die Elite ihre Kinder sogar auf Hackerschulen. 

Der Aufbruch ist da! Deutschland wird digital! Und ich? Ich lerne Latein und Griechisch an einem altsprachlichen Gymnasium und das auch noch aus Überzeugung – geht’s noch?   

Schlimmer, meine Schule fördert den Umgang mit MINT Bereichen kaum. Eine erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb Informatik wird von meiner Schule geflissentlich ignoriert und als Privatvergnügen abgetan. 

Schule und Schüler leben in unterschiedlichen digitalen Welten

Die Bundesregierung nimmt unter dem Schlagwort ‚Digitalisierung‘ derzeit den Aufbau einer angemessenen Infrastruktur für Schulen in Angriff. Innovative Lehrer praktizieren FacebookWhatsappund drängen auf Threemazur sicheren Kommunikation. Der Lehrplan für Informatik des Landes Hessen sieht vor, den Schülern das Internet zu erklären und das Programmieren mittels der Programmiersprache Delphi näherzubringen. 

Wir Schüler dagegen, treffen uns abends via Internet zur Houseparty, besprechen dort in Gruppen die Hausaufgaben. Alexa,SiriGoogleWikipediaDeepL undWolfram Alphaunterstützen uns hierbei. Über Snapchathabe ich ständig Kontakt mit Freunden in Singapore, Kalifornien und Washington D.C. und informiere mich aus erster Hand über Land, Leute und das aktuelle Geschehen. 

Kurzum, Schule und Schüler leben beim Thema Digitalisierung inhaltlich in verschiedenen Welten. Kann ich hier wirklich auf die schulische Bildungshängematte vertrauen?

Eigeninitiative ist angebracht

Ich denke Nein. Will ich tatsächliche, inhaltliche digitale Kompetenz aufbauen, muss ich selbst initiativ sein. Angebote und Möglichkeiten dazu gibt es zuhauf. Freie Programmierkurse im Internet und Online-Kurse auf YouTube. Auf einem Raspberry Pi stehen mir selbst teure Entwicklungsumgebungen wie Mathematicakostenlos zur Verfügung. Wettbewerbe wie der Bundeswettbewerb für Informatik oder die World Robotik Olympiad (WRO) gestatten es mir, meine so erworbenen Kenntnisse auf verschiedene Weise zu vergleichen und anzuwenden. All dies, kann eine Schule kaum leisten. Was kann Schule dann für mich leisten?  

Digitalisierung und Latein besitzen gemeinsame Bildungsziele

Die Notwendigkeit selbst schon bei der Elementarbildung d.h. im Vorschulalter, Kinder mit dem Computer und dem Programmieren in Berührung zu bringen wird mit wichtigen Bildungszielen begründet. So würde die Beschäftigung mit dem Computer das analytische und logische Denken fördern. Die Kinder lernen Sachverhalte in einen Kontext einzuordnen und Ursache-Wirkungsbeziehungen herzustellen. Sie lernen Aufgaben in ihre Bestandteile zu zerlegen, strukturieren Zusammenhänge zu erkennen und die Teilaspekte zu berücksichtigen. Bei einer Veranstaltung zu diesem Thema im „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin brachte es ein Diskussionsteilnehmer es auf den Punkt: „All diese Gründe wurden früher als Argumente genannt, Latein zu lernen.“

Wenn sich allerdings die Bildungsziele nicht verändert haben, sondern lediglich die Methoden diese zu erreichen, dann sollte ich die zuverlässigste Methode wählen, diese Ziele zu erreichen. 

Schule weiß die Bildungsziele zu unterrichten

Digitales verändert sich ständig. Unter dem Schlagwort ‚Disruption‘ werden selbst die bisherigen Paradigmen in Frage gestellt. Gestern galt die Berechnung eines Computers als determiniert und unveränderbar. Heute erscheint es uns heute als selbstverständlich, dass Alexa und Siri auf das gleiche Kommando immer neue Empfehlungen geben. Gibt man sich der Digitalisierung hin, fällt man in einen Wirbel von Aktualität und Vergangenem. Es wird zunehmend schwierig, das Beständige vom Unbeständigen zu trennen. Nicht von ungefähr wirbeln die Begriffe und Inhalte von Medienkompetenz, Digitalkompetenz und Was-Weiß-Ich-Kompetenz durcheinander. Wo ist der Anfang, wo ist das Ende? Schulen und Lehrer stehen dem chancenlos gegenüber. Wie soll das unterrichtet werden?

Dagegen wissen Schulen und Lehrer wie sie Latein unterrichten sollen. Latein als Sprache ist abgeschlossen, die Texte sind didaktisch aufbereitet, der Lehrplan ist seit vielen Dekaden erprobt. Zusätzlich wird mit Latein, durch die geschichtlichen, philosophischen und mythologischen Themen, ein historisches Basiswissen vermittelt. Es werden unsere europäischen Wurzeln aufgezeigt und es findet eine Werte-Vermittlung statt. Dieser Aspekt der Bildung findet bei einem MINT-Unterricht in der Regel nicht statt.

Schule kann zusätzlich die Vermittlung von Werten leisten

Dabei sind es gerade die ethischen und gesellschaftswissenschaftlichen Fragen, die sich in Verbindung mit dem Computer, immer stärker in den Vordergrund drängen. War Künstliche Intelligenz bis vor Kurzem noch nahezu eine Geheimwissenschaft so ist es heute möglich, mit wenigen Programmzeilen ein eigenes Neuronales-Netz zu bauen. Die technischen Probleme treten gegenüber den gesellschaftlichen und sozialen Fragestellungen in den Hintergrund. 

Die Vermittlung von Digitalem kann Schule weder inhaltlich, noch methodisch wirklich leisten. Dagegen die Vermittlung von Werten und Bildung jedoch sehr wohl. Die Schule ist der richtige Zeitraum und der richtige Ort mir bedeutungsvolle und nachhaltige Dinge zu lehren, zu denen ich später im zielorientierten Studium oder im konkurrenzbetonten Beruf kaum noch die Gelegenheit bekommen werde.     

Und deshalb lerne ich Latein und Griechisch an einem altsprachlichen Gymnasium. Nicht weil ich mich dem digitalen Wandel verweigere, sondern weil ich bestmöglich auf ihn vorbereitet sein will.         


Wake Up the Smartest

In this newest video, Professor.Czinkota speaks about how the book was written in short chapters with witty illustrations enabling the reader to digest a little information at a time and wake up the smartest person in the room.

Fish and Chips, all the time?

Michael R. Czinkota

Applicants for British citizenship face a rigorous test with some questions too obscure even for natives. According to a mock test for its British staff, the Wall Street Journal found that many couldn’t answer the questions correctly.

The compulsory citizenship test was first announced in 2002. Lord David Blunkett, home secretary at the time, initiated the test. Originally, it aimed to help people know things which make local life easy and safe. Tony Blair’s government also wanted to show encouragement and welcome immigrants via the test. Now, the test is up for review. What does it mean to be British? Here are some examples.

Where did the people of the Bronze Age bury their dead? Who first introduced “shampooing” to the U.K.? Does “having the ability to laugh at oneself” represent an important part of the British character? Do the British eat fish and chips for every lunch?

Immigrants must pass such mandatory questions in order to obtain British citizenship. The test has become harder in reaction to the surge of aspiring Britons from emerging nations. Given Brexit and Britain’s possible drop-out from the EU, more Europeans are also taking the test to ensure their right to remain in the U.K.

By comparison, Switzerland also has a naturalization test based on acculturation. The State Secretariat for Migration examines whether applicants are integrated in the Swiss way of life, familiar and accepting of Swiss customs and traditions, able to comply with the Swiss rule of law, and not threatening to Switzerland’s internal or external security.

The Swiss government also makes its naturalization test harder as of 2018. Swiss migration regulations seem stricter than the U.K.’s. A non-EU citizen can apply for a Swiss permanent residence permit after living in Switzerland for 10 years. Naturalization as a Swiss citizen takes 12 years, while in the UK it takes only 5 years. Passing the test is only the start of a process rather than a guarantee of citizenship. 

The oral test for language assessment seems to be a particular obstacle for many applicants. But yodeling is not required. “What would you say is typically Swiss?”  is a question on the Swiss citizenship test. Swiss women with a gold lace cap preparing the Cheese Fondue for her family might be the first image to pop out your head. But is that always true?

It’s interesting that when you search the term of “British citizenship test” or “Swiss citizenship test” on Google, the first page results will mainly offer test preparation services. The cottage industry coaching applicants for the citizenship test has become increasingly popular.  Due to harder tests and stricter application processes, this industry will likely expand substantially in the near future.

Is it time to rethink the concept of a citizenship test? Should there be only one version of a country’s culture? How can governments identify different characteristics of citizens and translate those into behavioral norms, especially in the diverse European environment? Diversity makes life more interesting but also more unexpected. There is much enjoyment nowadays with many different foods, fashions and habits in the UK and Switzerland. What is the value and price of homogeneity? 

There might well be a need to insist on a common spirituality supporting national underpinnings. Some criteria may need to be adjusted and individual support of them affirmed for citizenship to work! Otherwise people are visitors, a fine and useful role, but different from citizens. Not everyone needs fish and chips for lunch. How about dumplings? Or hot dry noodles?

Professor Czinkota (czinkotm@georgetown.edu) teaches international marketing and trade at Georgetown University and the University of Kent in Canterbury. His latest book is “In Search For The Soul of International Business”, (Businessexpertptress.com) 2019

Shiying Wang (sw1115@georgetown.edu) of McCourt School of Public Policy, Georgetown University contributed to this commentary.

Making the World & Ourselves Better

In this video I speak a little bit about my new book.

It’s available now at Amazon. https://www.amazon.com/?fbclid=IwAR0IIHpntZ-p3Q8C9XbkIaW_BaUKv9U7j3cz2MiVgBtMrImI5iarvBfbH3M

Bridges Built Through Trust

Why does a Georgetown University professor write about the soul and international business? Because they’re closely interlinked! An analysis of a new world, terrorism, the future of trade, and the search for the soul are what you find in this book. “In Search for the Soul of International Business”, by Michael Czinkota hits the shelves just when needed most, given new environments, new approaches, new emotions and new commitments. “I consider the soul the center of our aspirations and inspirations. Loss of soul typically connotes death. Maintaining a soul offers a reference point and stability. For one’s progress in thinking I aim to supply both content and context.”Author Bio: Professor Michael R. Czinkota teaches international marketing and business at the McDonough School of Business of Georgetown University and the University of Kent in Canterbury. He served in the U.S. government as the Deputy Assistant Secretary of Commerce, as head of the U.S. Delegation to the OECD Industry Committee in Paris and as senior trade advisor for Export Controls. Over the past 30 years he is consistently listed in every international marketing and business ranking as a top 20 author. He is a distinguished fellow of the Academy of Marketing Science and of the Chartered Institute of Marketing. He received the AMA Lifetime Achievement Award in 2007. The Universidad Ricardo Palma of Lima. Peru named its new International Marketing School after Czinkota. Book Info: Trade and globalization inundate us with constant information, new concepts, and endless data. Individuals are caught in the whirl-wind of a fast-paced world, often without the ability to stop and think, particularly when it comes to issues of the soul. With a foreword by Ambassador Dr. László Szabó ,a preface by the Rev. Horkan, and the humorous yet pensive illustrations by award-winning cartoonist David Clark, this book jumpstarts the reader’s ability for a comprehensive understanding of pressing international business and trade issues and their linkage to the soul. “In Search for the Soul of International Business”, by Michael Czinkota hits the shelves just when needed most, given new environments, new approaches, new emotions and new commitments.

Contact Info: Book Ordering Link:https://bit.ly/2B2LAZS

Authors Website: http://www.michaelczinkota.com,

email: czinkotm@georgetown.edu

Phone: 202-687-4204

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Sheri E. Dean, Marketing Director, Business Expert Press and Momentum Press 919-612-6706

Get the inside scoop on the story behind this book by contacting Michael Czinkota at czinkotm@georgetown.edu

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